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Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

 
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
© KUK / Börner Claudia

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    Zurück 3. März 2026

    Welttag des Hörens 2026 – Hörakustikermeister Johannes Öhlinger stellt sich vor

    Johannes Öhlinger, Hörgeräteakustikermeister und Pädakustiker
    © KUK

     "Mein Name ist Johannes Öhlinger, Hörakustikmeister und zertifizierter Pädakustiker. Seit Dezember 2024 bin ich als Hörakustikmeister am Kepler Universitätsklinikum tätig.

    Meine berufliche Laufbahn begann mit der Lehre zum Hörakustiker gefolgt von der Meisterprüfung und der Spezialisierung zum zertifizierten Pädakustiker an der Akademie für Hörakustik in Lübeck.

    Über 20 Jahre war ich in der Privatwirtschaft tätig – unter anderem als Filialleiter, Ausbilder und Hörakustiker in mehreren Fachgeschäften. Zusätzlich konnte ich im Fachbereich Versorgungsmanagement der Österreichischen Gesundheitskasse wertvolle Einblicke in die Steuerung von Heilbehelfen und Hilfsmitteln gewinnen.

    Der Weg an die Klinik entstand jedoch nicht zufällig: Durch die langjährige Zusammenarbeit bei gemeinsamen Patientinnen und Patienten bestand bereits früher ein fachlicher Austausch mit der leitenden Logopädin Sabrina Ackerl sowie mit Herrn Primar Paul Zwittag. Aus dieser gewachsenen Zusammenarbeit entwickelte sich schließlich die Möglichkeit, meine Expertise direkt in das klinische Setting einzubringen. Beide haben den Weg an die Klinik maßgeblich mit angebahnt – eine Entwicklung, die ich fachlich wie persönlich sehr schätze."

    Johannes Öhlinger's Aufgaben an der HNO-Ambulanz

    In der HNO-Ambulanz am Kepler Universitätsklinikum begleitet Johannes Öhlinger Patientinnen und Patienten – insbesondere im pädaudiologischen Bereich – von der Erstdiagnose bis zum Abschluss der Versorgung.

    Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen:

    • Elternberatung und Versorgungsbegleitung bei kindlichen Hörstörungen
    • Audiologische Verifizierung und Optimierung von Hörgeräteversorgungen
    • Indikationsstellung für implantierbare Hörsysteme
    • Mitwirkung an audiologischen Messanordnungen im Rahmen klinischer Studien in der Hörforschung
    • Schnittstellenarbeit zwischen Medizin, Logopädie und Hörakustik

    Was Johannes Öhlinger an der Arbeit in der Klinik besonders schätzt

    Modernste technische Ausstattung

    Die technische Ausstattung der Audiologie lässt jedes Hörakustikerherz höher schlagen. Der pädaudiologische Raum ist ein akustisch-audiologischer High-Tech-Raum, ausgestattet mit modernsten Messsystemen, objektiven und subjektiven Testverfahren, einer 360°-Richtungshöranlage sowie implantatbezogener Diagnostik. All dies ermöglicht evidenzbasierte Entscheidungen auf höchstem Niveau.

    Zusammenarbeit: HNO-Fachkunde, Logopädie, Physik, Hörakustik

    Die enge Abstimmung zwischen Logopädie, Audiologie und Hörakustik ist in dieser Form etwas Besonderes. Während die Logopädie den Fokus auf Sprachentwicklung, Kommunikation, Cochlea-Implantat-Anpassungen und Rehabilitation legt, bringt die Audiologie diagnostische Präzision ein. Ergänzend fließt langjährige Expertise in der praktischen Hörsystemanpassung und Versorgung ein.

    Hinzu kommt der kontinuierliche medizinisch-fachliche Austausch mit den HNO-Fachärztinnen und -ärzten. Therapieentscheidungen, Indikationsstellungen für Hörgeräte oder Implantate sowie komplexe Versorgungsstrategien werden gemeinsam diskutiert und fundiert getroffen.

    Durch die zusätzliche Expertise des Physikers gewinnen insbesondere objektive elektrophysiologische Messungen nochmals an wissenschaftlicher Tiefe.

    Persönliches Anliegen zum Welttag des Hörens 2026

    Die WHO hat für heuer zwei Mottos für den Welttag des Hörens ausgerufen: Das internationale Motto lautet „Von der Familie bis ins Klassenzimmer. Hörversorgung für jedes Kind“, das Motto im deutschsprachigen Raum „Klingt nach Leben! – Das Leben mit allen Sinnen genießen, heute und in Zukunft!“

    Das Kinder-Motto besitzt besondere Relevanz für die pädaudiologische Versorgung. Dank des Neugeborenenhörscreenings wurde in der Frühdiagnostik bereits viel erreicht. Dennoch zeigen sich weiterhin:

    • unversorgte Kinder mit wiederkehrenden Mittelohrentzündungen
    • leichtgradige Hörverluste, die als „nicht so schlimm“ eingestuft werden
    • verzögerte Interventionen trotz eindeutiger audiologischer Befunde

    Hier braucht es weiterhin Aufklärung, Sensibilisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit – genau das wird am Kepler Universitätsklinikum gelebt.

    Im deutschsprachigen Raum steht 2026 die Lebensqualität im Fokus. Trotz enormer technologischer Fortschritte und Miniaturisierung moderner Hörsysteme warten Erwachsene im Durchschnitt noch immer 6–10 Jahre, bevor sie ihre Hördefizite versorgen lassen. Dabei zeigen zahlreiche Studien:

    • Ein unbehandelter Hörverlust zählt zu den größten Risikofaktoren für kognitiven Abbau.
    • Es gibt kein „zu jung“ und kein „zu alt“ für eine Hörversorgung.
    Die Erfahrung aus über 20 Jahren Hörakustik zeigt klar: Der Zeitpunkt der Versorgung ist oft entscheidender als die Technologie selbst. Nicht die Technik ist der limitierende Faktor – sondern das Zögern. Das Gehirn wartet nicht.

    Der Welttag des Hörens soll möglichst viele Menschen erreichen und Bewusstsein für die Bedeutung des Hörsinns schaffen.

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    Hören bedeutet Teilhabe.

    Hören bedeutet Kommunikation.

    Hören bedeutet Lebensqualität.

    Hörakustikermeister Johannes Öhlinger bei der Arbeit
    Hörakustikermeister Johannes Öhlinger mit Patientin
    Johannes Öhlinger, Hörgeräteakustikermeister und Pädakustiker
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