Ende 2025 erreichte Dr.in Susanne Hauptlorenz unter Anrechnung von Studienzeiten als erste Landesbedienstete am Kepler Universitätsklinikum ihr 50. Dienstjahr – ein außergewöhnlicher Meilenstein, der die beeindruckende Kontinuität und fachliche Exzellenz ihres Wirkens widerspiegelt. Die gebürtige Linzerin prägte über Jahrzehnte hinweg die Laborlandschaft in Oberösterreich entscheidend mit und ist bis heute als erfahrene Fachärztin am Labor des Neuromed Campus tätig.
„50 Jahre im Dienst der Medizin sind ein außergewöhnliches Jubiläum und Ausdruck großer fachlicher Kontinuität und Verlässlichkeit. Dr.in Susanne Hauptlorenz hat mit ihrer Arbeit die Entwicklung der Labormedizin in Oberösterreich über viele Jahre hinweg mitgeprägt. Ihr Einsatz steht für Qualität, Erfahrung und ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Gesundheitswesen. Dazu gratuliere ich und bedanke mich gleichzeitig sehr herzlich“, bedankt sich Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer bei Dr.in Susanne Hauptlorenz.
Gesundheitslandesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander betont die besondere Bedeutung dieses Jubiläums: „Dr.in Susanne Hauptlorenz hat mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer hohen fachlichen Integrität die Labor- und Diagnostiklandschaft in Oberösterreich über Jahrzehnte geprägt. Ihr Einsatz für höchste Qualität und Patientensicherheit ist beeindruckend. 50 Jahre im Dienst der Medizin sind ein außergewöhnliches Zeichen von Kompetenz, Verantwortung und Menschlichkeit.“
Bereits früh zeichnete sich der berufliche Weg von Dr.in Susanne Hauptlorenz ab: Als älteste von drei Geschwistern geboren, wuchs sie in einer Ärztefamilie in Linz auf und entdeckte ihre Leidenschaft für die Medizin schon während der Ferienarbeit bei den Diakonissen. Bereits vor ihrer Promotion an der Medizinischen Universität Innsbruck im Jahr 1981 sammelte sie umfangreiche wissenschaftliche Erfahrung als Demonstratorin am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie, danach war sie als Universitätsassistentin an eben diesem Institut tätig.
Ihre klinische Ausbildung umfasste Stationen in der Inneren Medizin und in der Blutzentrale, wo sie fundierte Kenntnisse in der Transfusionsmedizin erwarb – ein Bereich, der sie ihr gesamtes Berufsleben begleiten sollte. 1988 wechselte sie an das Zentrallabor des Wilhelminenspitals in Wien, wo sie sowohl die Abläufe eines großen Zentrallabors als auch moderne Labor-EDV kennenlernte. Bereits damals wurde ihr als erster Oberärztin ein Managementkurs ermöglicht.
1993 trat sie ihren Dienst im Krankenhaus Vöcklabruck an, wo sie nach Einführung des neuen Faches zur Fachärztin für Blutgruppenserologie und Transfusionskunde ernannt wurde und sich über viele Jahre weiterentwickelte, bis sie 2014 die Position der Primarärztin übernahm. Gemeinsam mit einem hochmotivierten Team modernisierte sie die Laborgeräte, baute die diagnostischen Kompetenzen des Labors aus, etablierte die Autoimmun-, Allergie- und Liquordiagnostik, übernahm das Blutdepot und prägte maßgeblich die Standardisierung der Laboranalytik in Oberösterreich. Sie war federführend bei der Erstellung des ZLE-Katalogs und spielte eine zentrale Rolle in mehreren großen EDV-Projekten, darunter auch der Integration des Blutdepots in die Labor-EDV.
Die Kollegiale Führung des Kepler Universitätsklinikums würdigt diese Leistungen ausdrücklich: „Dr.in Susanne Hauptlorenz steht für hohe Präzision, Innovationskraft und eine klare fachliche Haltung. Sie hat Diagnostikprozesse an mehreren Standorten weiterentwickelt und neue Maßstäbe in der Standardisierung gesetzt. Zudem hat sie als Ausbildnerin eine ganze Generation von Fachärztinnen und Fachärzten geprägt. Wir schätzen ihre Expertise und ihr Engagement außerordentlich und sind dankbar, dass sie auch heute Teil unseres Teams ist.“
Neben ihrer fachlichen Tätigkeit war die Weitergabe von Wissen stets ein zentrales Anliegen von Dr.in Susanne Hauptlorenz: Sie unterrichtete an der Medizinischen Universität Innsbruck, am Wilhelminenspital, an der FH Gesundheitsberufe OÖ und bildete insgesamt zehn Fachärztinnen und Fachärzte in Wien und Oberösterreich aus. Darüber hinaus pflegte sie enge Zusammenarbeit mit Kolleginnen wie Prim.a Dr.in Christa Kubasta, MBA MSc. und Prim.a Univ.-Prof.in Dr.in Gabriele Baumann, MSc., MBA – ein über Jahre hinweg verlässlich abgestimmtes Team.
Auch infrastrukturell war sie gefordert: Sie begleitete zwei große bauliche Veränderungen im Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck – die Übersiedelung ins neue Krankenhaus 2004 und den herausfordernden Umbau des Labors im laufenden Betrieb 2020. Zudem war sie überregionale Blutdepotbeauftragte der gespag und betreute innovative Projekte wie „Integriva“, das die Blutabnahme und i.v.-Medikamentengabe durch Pflegekräfte neu strukturierte. Im Zuge der Zusammenführung des Salzkammergut Klinikums war Sie auch für das Labor in Gmunden verantwortlich, als der heutige Neuromed Campus aus der gespag ausgegliedert wurde, übernahm Sie zusätzlich die Leitung des Labors im Klinikum Schärding.
Nach dem Erreichen des Pensionsalters 2021 wechselte sie – ohne sich in den Ruhestand zu verabschieden – in reduziertem Umfang in das Labor des Neuromed Campus, wo sie erneut ein motiviertes Team und eine berufliche Heimat fand. Dort bringt sie ihre Expertise bis heute engagiert ein.
In ihrem Rückblick hält Dr.in Susanne Hauptlorenz fest: „Die Medizin hat mich von Kindheit an begleitet und geprägt. Rückblickend freue ich mich über die Vielfalt meiner beruflichen Stationen – von der Forschung über die Transfusionsmedizin bis hin zur Labororganisation und Ausbildung. Die Entwicklung der Labordiagnostik über so viele Jahre miterleben und mitgestalten zu dürfen, war ein großes Privileg. Es waren 50 intensive, aber gute Jahre – in einem Fach, das nicht ich für mich ausgesucht habe, das mich aber glücklicherweise gefunden hat.“
Dr.in Susanne Hauptlorenz feiert ein außergewöhnliches Jubiläum: Sie ist die erste Landesbedienstete, die 50 Dienstjahre erreicht hat. Die gebürtige Linzerin prägte über Jahrzehnte die Labor- und Diagnostiklandschaft Oberösterreichs – von der Transfusionsmedizin über die Labororganisation bis zur Ausbildung zahlreicher Fachärztinnen und Fachärzte.
Nach Stationen an der MedUni Innsbruck, im Wilhelminenspital Wien und seit 1993 in der gespag/OÖG leitete sie ab 2014 als Primarärztin das Labor im Krankenhaus Vöcklabruck und modernisierte dort Geräte, Diagnostik und Standards maßgeblich.
Auch große Infrastruktur- und EDV-Projekte trug sie wesentlich mit. Seit 2021 arbeitet sie weiterhin – in reduziertem Ausmaß – im Labor des Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums.
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Gesundheitslandesrätin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander und die Kollegiale Führung des Kepler Universitätsklinikums würdigen ihre fachliche Exzellenz, Innovationskraft und ihren herausragenden Beitrag zur Patientensicherheit.