Seit ihrem ersten Ferialjob im Jahr 2020 hat Anna Rosenbichler bereits fünf Sommer im Kepler Universitätsklinikum verbracht. Dabei lernte sie unterschiedliche Bereiche kennen – vom Patiententransport über die Geburtshilfestation und die Augenambulanz bis hin zur Krankenhausapotheke. Besonders geprägt haben sie die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Einblicke in die Patientenversorgung.
Von der ersten Fahrt im Patiententransport bis zur Krankenhausapotheke
An ihren ersten Ferialjob im Patiententransport denkt Anna bis heute gerne zurück. „Ich bin sehr nett in das Team aufgenommen worden. Man gehörte sofort dazu." Mit einigen der damaligen Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten steht sie noch heute in Kontakt.
Besonders spannend fand sie den direkten Kontakt mit den Patientinnen und Patienten. „Die Patienten erzählen einem innerhalb weniger Minuten ihre gesamte Lebens- und Leidensgeschichte, oft mit den passenden Ratschlägen dazu.“ Gleichzeitig lernte sie das Klinikum aus einer besonderen Perspektive kennen: „Man lernt das gesamte Haus wie seine eigene Westentasche kennen und der Patientenweg wird nachvollziehbar.“
Warum Anna immer wieder zurückgekommen ist
Dass Anna in den darauffolgenden Jahren immer wieder ins KUK zurückkehrte, lag vor allem an den Menschen. „Ich wurde überall gut behandelt und aufgenommen. Ziemlich alle sind interessiert an einem Gespräch und Gemeinschaft.“
Gemeinsame Frühstücks- und Mittagspausen, die Eis-Aktion im Sommer oder kleine Aufmerksamkeiten im Arbeitsalltag seien nur einige Beispiele für das gute Miteinander. Besonders motivierend sei für sie das gemeinsame Arbeiten: „Es ist motivierend, täglich den Krankenhausbetrieb gemeinsam zu meistern. Ohne Teamarbeit geht das nicht. Jeder ist ein wichtiger Bestandteil des Ganzen.“
Auch die Dynamik des Krankenhausalltags gefällt ihr: „Es gibt immer etwas zu tun und die Tage vergehen wie im Flug.“
Überraschende Einblicke hinter die Kulissen
In fünf Sommern hat Anna viele unterschiedliche Eindrücke gesammelt. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr außergewöhnliche Erlebnisse im Patiententransport. So durfte sie bereits in ihrem ersten Jahr den Helikopterlandeplatz besuchen und miterleben, wie ein Notfall eingeliefert wurde. Wenige Tage später begleitete sie einen Gefängnisinsassen unter Polizeischutz zur Röntgenuntersuchung.
Auf der Geburtshilfestation beeindruckten sie vor allem die vielen positiven Momente. „Die großen Mengen an Blumensträußen und die strahlenden Gesichter, wenn ein neues Familienmitglied begrüßt wurde, waren immer ein Highlight für mich.“ Die Geburtshilfe sei für sie „die positivste Station im ganzen Krankenhaus“.
Während ihres Einsatzes in der Augenambulanz erhielt sie die Möglichkeit, verschiedene Operationen zu beobachten, darunter Enukleationen sowie Strabismus-, Katarakt- und Glaukom-Operationen.
In ihrem mittlerweile fünften Ferialjob, diesmal in der Krankenhausapotheke, faszinierte sie besonders die Herstellung von Chemotherapien und die Arbeit mit Zytostatika. „Es ist schon beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit und Präzision dort gearbeitet wird.“
Was sie aus fünf Sommern im KUK mitnimmt
Eine Erkenntnis zieht sich für Anna durch alle ihre Einsätze: „Jeder ist relevant. Jede Person ist ein wichtiger Teil in der Kette der Patientenversorgung.“ Gerade in einem großen Krankenhaus seien Kommunikation und Respekt entscheidend. Gleichzeitig habe sie gelernt, dass hinter allen Abläufen Menschen stehen, die täglich ihr Bestes geben.
Auch persönlich habe sie viel aus ihren Einsätzen mitgenommen: „Ich lerne in jedem Bereich immer etwas dazu. Man lernt nie aus.“ Besonders wertvoll sei der Blick über den eigenen Tellerrand. „Es tut gut, sich den Beruf und die Arbeitsrealität anderer anzusehen. Das fördert das Verständnis in vielen Situationen.“
Klare Empfehlung für andere Jugendliche
Ob sie einen Ferialjob am KUK weiterempfehlen würde? „Ja, auf jeden Fall!“
Die Auswahl an Einsatzbereichen sei sehr vielfältig.
Einfach einen Bereich aussuchen, der dein Interesse weckt und los geht's. Und egal, wo man landet: Man lernt sicher etwas fürs Leben dazu.
Anna Rosenbichler
Fünf Sommer, fünf Einsätze und zahlreiche Einblicke in den Krankenhausalltag: Für Anna Rosenbichler war jeder Ferialjob eine Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, andere Berufsgruppen besser zu verstehen und zu erleben, wie viele Personen täglich gemeinsam zu einer guten Patientenversorgung beitragen.