Im September 2026 fand an der Internationalen Akademie Traunkirchen der dreitägige Workshop „Tech of the Brain – from neuromonitoring to AI and ethics“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Universitätsklinik für Neurologie des Kepler Universitätsklinikums gemeinsam mit der JKU Linz und der TU Graz organisiert und zog Nachwuchsforschende, Postdocs und PhD-Studierende aus verschiedenen Disziplinen an. Der Workshop war vollständig ausgebucht und wurde von den Teilnehmenden als äußerst bereichernd und inspirierend bewertet.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Informationen über die Gehirnfunktion aus multimodalen, nicht-invasiven Neuromonitoring-Daten gewonnen werden können. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in moderne Monitoringverfahren wie Nahinfrarotspektroskopie, EEG, Pupillometrie und EKG und konnten diese im Rahmen von Hands-on-Sessions selbst anwenden. Ergänzend dazu wurden experimentelle Messprotokolle entworfen und KI-basierte Methoden zur Analyse komplexer neurologischer Datensätze entwickelt. Besonders intensiv diskutiert wurden die ethischen Herausforderungen, die sich aus dem Einsatz künstlicher Intelligenz in den Neurowissenschaften ergeben.
Begleitet wurde der Workshop von international ausgewiesenen Expertinnen und Experten, darunter Univ.-Prof. Dr. Raimund Helbok (KUK/JKU), Ass.-Prof. Erich Kobler (JKU), Prof. Gernot Müller-Putz (TU Graz), Ethan Moyer (Moberg Analytics), Jeanette Tas (KUK/JKU) und Reinmar Kobler (Meta Reality Labs). Sie vermittelten nicht nur fachliche Inhalte, sondern gaben wertvolle Einblicke in aktuelle Forschungsentwicklungen an der Schnittstelle zwischen Gehirnphysiologie und Data Science.
Der Workshop bot jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine seltene Gelegenheit, modernste Technologien, analytische Methoden und kritische Reflexion miteinander zu verbinden. Die positive Resonanz zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Formate für die Weiterentwicklung der Neurowissenschaften sind – und wie stark die Zusammenarbeit zwischen Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität und TU Graz zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandorts beiträgt.