Die Station D101 ist eine der beiden Stationen des Departments für Psychosomatik. Das multidisziplinäre Team hat sich auf folgende Behandlungsschwerpunkte spezialisiert:
Die Aufenthaltsdauer beträgt im Schnitt acht Wochen (max. zwölf Wochen). In den ersten drei Wochen, der sogenannten Orientierungsphase, erfolgen die Diagnostik sowie – nach gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten individuell vereinbarten Therapiezielen – die genaue Therapieplanung.
Eines der Ziele ist es, ein Krankheitsverständnis für sich selbst zu entwickeln, den Zusammenhang zwischen körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren zu erkennen und hilfreiche Strategien im Umgang mit individuellen Beschwerden zu erlangen.
Zu den weiteren Behandlungszielen gehören außerdem die Auseinandersetzung mit zugrunde liegenden Konflikten und Belastungen (z. B. innerfamiliär/partnerschaftlich oder am Arbeitsplatz), die Verbesserung der Körperwahrnehmung, die Förderung der Wahrnehmung und des Ausdrucks von Gefühlen sowie von sozialen Aktivitäten und die Motivation für eine weiterführende ambulante Therapie. Das multiprofessionelle Behandlungsteam steht den Patientinnen und Patienten dabei einfühlsam, verständnisvoll und kompetent zur Seite.
Die ganzheitliche Therapie umfasst neben der wöchentlichen medizinischen und psychosomatischen Ärztinnen- und Ärztevisite, den psychotherapeutischen Einzelgesprächen auch Bezugspflegegespräche, bei denen den Patientinnen und Patienten eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekraft für den gesamten Spitalsaufenthalt als Ansprechperson zur Verfügung steht. Zu den klassischen Therapiebausteinen zählen zusätzlich Einzeltherapien wie Körperwahrnehmung, Musik- und Kunsttherapie sowie bei Bedarf auch Beratungen durch die Klinische Sozialarbeit.
In weiteren gesundheitsfördernden Gruppen werden die Patientinnen und Patienten angeleitet in:
Eine besondere Rolle spielt auf der Station D101 schließlich die Psychoedukation als Behandlungskomponente, bei der den Patientinnen und Patienten systematisch und strukturiert vermittelt wird, inwiefern ihre Beschwerden mit dem eigenen Umgang mit der Erkrankung zusammenhängen können. Auch die Einbeziehung naher Angehöriger in Psychoedukation und Therapie hat, wo es sinnvoll erscheint, einen sehr hohen Stellenwert.
Kontakt:
T +43 (0)5 7680 87 - 29470
pso.D101@kepleruniklinikum.at
Das multiprofessionelle Team der Station ist auf die Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) spezialisiert. Gearbeitet wird nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha Linehan. Die Station D102 des Kepler Universitätsklinikums ist eine zertifizierte DBT-Behandlungseinheit.
Vor der stationären Aufnahme gibt es die Möglichkeit, das Behandlungsangebot und die stationären Rahmenbedingungen in einer Informationsgruppe kennenzulernen. Im Anschluss findet ein Einzelgespräch statt, um etwaige offene Fragen zu beantworten. Sollte beiderseitiges Interesse an einer stationären Behandlung bestehen, kommt es zur Vormerkung auf der Warteliste.
Der stationäre Aufenthalt gliedert sich in einen ca. zwei- bis dreiwöchigen Orientierungsaufenthalt und einen mehrwöchigen Vertiefungsaufenthalt. Bestehen sich überlappende Symptomatiken, welche mehrere Behandlungsschwerpunkte betreffen (z. B. Borderline und PTBS), wird eine Gewichtung vorgenommen und zunächst die gravierendere Symptomatik behandelt. Die Aufenthaltsdauer variiert je nach Behandlungsschwerpunkt zwischen 3 und 12 Wochen.
Die Besonderheit der Station D102 liegt im störungsspezifischen Zugang mit zweimal wöchentlichen Einzelgesprächen mit Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Im Verlauf können expositive Verfahren (Konfrontationstherapie) Anwendung finden.
„Möglich ist dies durch das dynamische DBT-Behandlungskonzept, das sich durch alle Therapieangebote und Behandlungsschwerpunkte zieht. Kern von DBT ist die Vermittlung der Fähigkeit, die eigenen Emotionen eigenverantwortlich regulieren zu lernen. Entsprechend dieser Gewichtung erfolgt die vertiefende therapeutische Behandlung erst später in einem unserer zwei Schwerpunkte – Borderline oder Trauma – mit einem für die individuelle Problematik der Patientin bzw. des Patienten maßgeschneiderten Therapieprogramm“, erläutert Dr. Michael Barth.
Damit eine stationäre Aufnahme in die Wege geleitet werden kann, müssen Sie einen Fragebogen und ein ärztliches Indikationsschreiben an die psychosomatische Ambulanz senden. Nach Einlangen Ihrer vollständig ausgefüllten Unterlagen wird im Rahmen eines Erstkontakts ein Termin für die Informationsgruppe vergeben. Der genaue Ablauf des Anmeldeverfahrens ist in der Rubrik Informationen zur Anmeldung und Aufnahme erläutert.
Kontakt:
T +43 (0)5 7680 87 - 29480
pso.D102@kepleruniklinikum.at